SEO-Fallstudie

In meinem beruflichen Alltag habe ich es immer wieder mit Webseitenbetreibern zu tun, die leider zu oft Zweifel an der Sinnhaftigkeit von SEO-Maßnahmen haben. Daher haben wir uns zusammengetan und eine wie ich meine, recht interessante Fallstudie herausgesucht, die hoffentlich alle Zweifler beruhigen wird. Übrigens: solche Fallstudien gibt es zuhauf und allesamt belegen sie, dass SEO nach wie vor ein wichtiges Thema für erfolgreiche Webseiten ist.

Bei dem hier beschriebenen Kunden Fall handelt es sich um einen Onlineshop, der im deutschsprachigen Raum seine Produkte verkauft. Hauptzielgruppe ist der B2C-Bereich aber auch B2B ist nicht uninteressant. Gerade im B2B-Segment konnte der Kunde bislang kaum Erfolge verbuchen, da er hier einfach nicht gefunden wurde.

Am Anfang ist die SEO-Analyse wichtig

Um den ist Zustand sowohl SEO-technisch als auch von den Rankings der Suchbegriffe betrachtet ist eine ernsthafte Datenanalyse notwendig. Ich analysiere mithilfe verschiedener kostenpflichtiger SEO diese Daten, um anschließend basierend auf diesen Analysen eine SEO-Optimierungsstrategie zu entwerfen. Dabei habe ich mir den organischen Suchverkehr sowie das Nutzerverhalten der letzten zwölf Monate genau angeschaut.

Dabei stellte ich fest, dass am Anfang unserer Zusammenarbeit gerade mal 2000 neue Nutzer pro Monat die Webseite besuchten. Die Absprungrate mit über 82 % war enorm.

Google Analytics Besucherstatistik

Auch war der damalige Umsatzwert, der über das E-Commerce-Tracking mitverfolgt wird, sehr bescheiden.

SEO-Umsatz 2

Und bei den Keywords war der Kunde gerade einmal mit acht Suchbegriffen auf der ersten Google-Suchergebnisseite vertreten.

Keyword-Statistik

SEO-Ziele definiert

Ziel dieses SEO-Projekts war es, zunächst die Suchbegriff-Platzierungen Kategorien zu erhöhen, um damit auch die Besucherzahlen und deren Verhalten auf der Webseite zu verbessern. Alles SEO-Technische haben wir gemeinsam mit dem Webdesigner des Kunden erledigt.

Grundsätzlich verweise ich immer gerne auf die bewiesene Tatsache, dass aus der Sicht des SEO alle Websites unterschiedlich sind und was in einer Branche funktioniert, funktioniert möglicherweise in einer anderen Branche gar nicht. Daher muss jede SEO-Optimierung, mit Ausnahme einiger technischer Benchmarks, einen individuellen Ansatz verfolgen. Bei SEO geht es im Wesentlichen auch darum, wie sich ihre Webseite und ihr Backlinks-Profil gegen die Mitbewerber behaupten. Wenn Ihre TOP-10 Mitbewerber stärkere Backlinks-Profile, bessere Webinhalte und eine schnellere Webseite haben, müssen wir SEO´s uns auf verschiedene SEO-Techniken konzentrieren. SEO-Arbeitsabläufe ähneln sich sehr, der größte Unterschied liegt darin, wie groß der finanzielle und zeitliche Aufwand für die einzelnen Optimierungsprozesse sein muss.

Technisches SEO

Am Anfang steht immer die Keyword-Analyse und die Festlegung einer Keyword-Strategie. Danach folgt die technische Detail-Analyse und das Beheben der Fehler. Neben technischen Faktoren wie den Ladezeiten oder dem Beseitigen von Weiterleitungsproblemen bzw. Verlinkungsproblemen, sind auch oft falsche Meta-Titel ein wahrer Ranking-Bremser.

SEO-Keyword-Relevanz-Prüfung

Nun erfolgt der genaue Check jener Unterseiten, die wir vorher in der Keywordstrategie als Zielseiten definiert haben. Ich strebe hier immer einen sehr hohen Optimierungsgrundwert dieser einzelnen Zielseiten an, da ich dadurch ein gutes Ranking erreichen möchte. Manchmal ist es notwendig, die Struktur sowie das Erscheinungsbild dieser betroffenen Landingpage zu ändern. Danach geht es an die Inhaltsoptimierung und um die Optimierung des Erscheinungsbildes auf den sogenannten mobile Devices wie Handys oder Templates.

Letzterer Aspekt ist enorm wichtig und kann auch selbst ganz leicht mit vielen kostenlosen Tools, wie jenem von Google, selbst überprüft werden.

Mitbewerbervergleich

Man muss nicht immer alles neu erfinden, sondern kann sich auch einiges von seinen Mitbewerbern abschalten. Zumindest, wenn es darum geht herauszufinden, warum Mitbewerber-Webseiten besser ranken als die eigene. Liegt es an den Inhalten, an den technischen Gegebenheiten, an den Backlinks?

Die Mitbewerberanalyse ist ein sehr wichtiger Teil jeder SEO-Optimierung, aber ist leider auch ein sehr zeitintensiver Part. Bei unserem Kunden aus diesem Beispiel, haben wir festgestellt, dass die Texte auf den Mitbewerber-Webseiten nicht nur besser waren, sondern auch die internen und externen Verlinkung. Bei den Backlinks haben wir uns einige linkgebende Webseiten genauer angesehen und uns sogleich darum bemüht, bei einigen dieser Webseiten, ebenfalls Backlinks zu bekommen. Das hat tatsächlich funktioniert! Nicht immer, müssen Backlinks teuer sein. Manche sind sogar kostenlos!

Wie sieht es heute aus

Der Kunde ist mit 103 Suchbegriffen unter den Top-10 bei Google in Österreich, mit 214 unter den Top-10 in Deutschland und mit 35 in der Schweiz. Das sieht doch schon mal ganz ordentlich aus.

Der Umsatz ist im Vergleich zu damals geradezu explodiert, was aber eigentlich eine logische Folge von mehr Traffic auf der Webseite immer sein sollte.

SEO-Umsatz

Und auch die Nutzerstatistik hat sich ordentlich verbessert. Wobei hier ganz besonders auffällig ist, dass die Absprungrate massiv gesunken ist. Das hat vor allem auch damit zu tun, dass heute zum großen Teil nur mehr Webseitenbesucher auf die Seite des Kunden kommen, die sich auch tatsächlich für dessen Produkte interessieren und nicht gleich wieder abspringen.

Fazit:

Gratis SEO-Tools können einem Webseitenbetreiber natürlich weiterhelfen, wie auch diesen Kunden. Aber nicht alles in der Suchmaschinenoptimierung kann und sollte automatisiert werden. Individuelles und auf die tatsächlichen Anforderungen angepasste SEO-Strategien sind meiner Meinung nach unerlässlich, wenn man im Internet Erfolg haben will. SEO ist immer ein langfristiger Prozess und kann niemals mit einer einmaligen Optimierung abgeschlossen werden. Jeder, der das erzählt, sollte in sich gehen und sich fragen, ob das Wecken von falschen Erwartungen sich und unserer Branche tatsächlich hilft. Viele Kunden, die zu uns gekommen sind, hatten bereits schlechte Erfahrungen mit SEO-Agenturen. Eigentlich schade.

Wir, von SEO-SEA.at streben grundsätzlich immer langfristige Kundenbeziehungen ohne Vertragsbindung an. Dafür müssen wir auch einiges tun und das ist uns sehr, sehr recht.

Euer Heimo Lueder